Autos as a service vs. Freiheit

In der Zukunft, so die Prognosen, werden Menschen immer weniger Autos besitzen, stattdessen immer mehr Mobilitätslösungen in Anspruch nehmen. Autos as a service. Mietwagen, selbstfahrende Taxis, Car-Bots. Kein Mensch will sich mehr mit Reifenwechsel und Serviceintervallen herumschlagen. Und meist stehen die Autos ohnehin herum. Im besten Fall in Garagen, meist aber an der Straße oder regelwidrig und knöllchenbepackt auf dem Bürgersteig.

Das ist eine schöne Vision und in gewissem Umfang finde ich sie großartig. Aber ich frage mich, was das mit der Idee macht, dass ein Auto auf Freiheit bedeutet. Und das tut es für mich.

Ich fahre gern Auto. Und ich fahre gern lange Strecken. Ich mache Roadtrips, die über Wochen gehen quer durch Europa. Das macht mir Spaß. Und ich will mehr davon. Aber in meinem eigenen Wagen. Selbstfahrend. Also: ich selbst fahrend, nicht das Auto.

In meinen eigenen Wagen steigen zu können und dahin fahren zu können wonach mir der Sinn steht, mit dem Wagen nach Belieben tun und lassen zu können wonach mir der Sinn steht, das finde ich wichtig. Die Vision des verfügbaren aber von Providern zur Verfügung gestellten Autos hört sich dagegen zwar effizient an, aber auch klinisch und langweilig. Ich sehe da keine Magie, keinen Zauber, keine Romantik.

1 thought on “Autos as a service vs. Freiheit”

  1. Ich würde es nicht so schwarz-weiß sehen. Du wirst schon fahren dürfen – weil leisten können. Aber es gibt Bereiche, die muss man sich nicht leisten sollen. Denn du bezahlst nicht nur mit Geld, sondern auch mit Lebenszeit. Es müssen Mobilitätskonzepte her, die Lebenszeit zurückgeben. Oder einfach nur Zeit angenehmer machen. Volocopter, Volo-Hub sind gute Konzepte aus Deutschland.

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