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Die Primäre Tugend » 2004 » October

Archive for October, 2004

Zweifel…

Wednesday, October 27th, 2004

Zur Zeit lese ich von John Cornwell “Hitler’s Pope” - sprich eine Biographie zu Papst Pius XII oder Eugenio Pacelli. Dort wird lebhaft erzählt, erläutert, versucht zu begründen oder zu erforschen, teils zu entschuldigen, warum der Papst des zweiten Weltkrieges während der gesamten Grausamkeiten und Massakern gegen Serben, Juden, Christen sowie anderen zu Randgruppen erklärten Menschen eine Politik des Schweigens verfolgte. Schweigen im Sinne von Schweigen, während auch im Schatten des Vatikans Menschenverfolgung und -vernichtung stattfand.
Ich bin gläubige Christin - Katholikin. Aber je mehr man sich mit Kirchengeschichte beschäftigt, desto eher muss man erkennen, dass immer dann, wenn die katholische Kirche als christliche Gemeinschaft die von Christi überlieferten Botschaften (Nächstenliebe, Menschlichkeit oder Hilfe für Unterdrückte) in seinem und Gottes Namen hätte verteidigen müssen, sie jämmerlich versagte. Der Holocaust war hier nur das jüngste, wenn auch grausamste Beispiel der Ohnmacht der Kirche. Natürlich kann man hier nicht in Bausch und Bogen verurteilen; man kommt aber doch ins Grübeln, wie der eigene Glaube mit der Institution Kirche vereinbar, oder ob beides wirklich zwingend verbunden ist.

Hochhäuser in München

Monday, October 25th, 2004

muc_hochhaus.jpg

In München ist ja derzeit eine wilde Diskussion darüber im Gange, ob man Hochhäuser im Stadtbild haben möchte oder nicht. Ab und an steht jemand auf dem Odeonsplatz und sammelt Unterschriften, hin und wieder meldet sich Alt-OB Kronawitter zu Wort.

Mein Senf zur Diskussion: wir leben im 21. Jh und das soll man der Stadt auch ansehen dürfen. Ich bin ja dafür, die Dinger nicht gerade in die Innenstadt zu bauen, wo jede Menge alte Bausubstanz rumsteht. Aber was ist denn gegen ein Hochhaus im Norden jenseits des Rings zu sagen? Eine Skyline, die Tradition und Moderne verbindet, steht auch München gut.

Abgesehen davon stehen die beiden erwähnenswerten Hochhäuser in München derzeit ohnehin leer…

Neues Spielzeug für den Mond

Friday, October 22nd, 2004

mond_at.jpg

Ein neues Spielzeug ist eingetroffen: ein Canon EF 75-300 IS. Mit dem Consumer-DSLR-üblichen Verlängerungsfaktor von 1,6 macht das fast ein 480mm-Teil, mit dem man die Nachbarn ungestört beobachten kann. “Fast” deswegen, weil die optische Leistung eines solchen Geräts halt, nunja, consumermäßig ist. Am langen Ende wirds doch schon dunkel, der Autofokus sucht ab und an gern mal zwei Sekunden und von chromatischen Fehlern wollen wir mal gar nicht reden… Aber die wirklich guten Teile kosten soviel wie handelsübliche Kleinwagen, das muss dann doch nicht sein.

Jedenfalls reicht das Gerät, um den Mond in erwähnenswerter Größe ins Bild zu rücken: Blende 11, meine Damen und Herren!

Werte

Friday, October 22nd, 2004

Wenn auch schon viel über das Thema geschrieben wurde und einiges davon sogar auf meinem Nachtschränkchen aufgeschlagen ist und wurde, beschäftigt mich doch immer mehr die Frage der Werte. Woher kommen die und worin finden die ihre Begründung? Beanspruchen sie nur relative oder absolute Geltung? Kann oder sollte man sie hinterfrage und gegebenenfalls ändern? Berechtigen – oder verpflichten sie gar! – zum Eingriff in fremde Positionen, wenn diese einzelnen anerkannten Werten oder dem aus diesen gebildeten System widersprechen?

Ich bin nicht gläubig, jedenfalls nicht im üblichen Sinne der Überzeugung, dass irgendwo eine höhere Macht existiere, die das Leben der Menschen verursacht hat oder beeinflusst und die moralische und sittliche Werte verordnet und über deren Einhaltung wacht und schlussendlich richtet. Diese Vorstellung scheint mir, ungeachtet ihrer weiten Verbreitung, zumindest – mit Verlaub – skurril zu sein. Sie taugt mir damit jedenfalls kaum, um ein tragfähiges Fundament für mein Wertesystem zu geben. Dabei bestreite ich nicht, dass einige der Werte, die etwa das Christentum empfiehlt, durchaus willkommen sind, etwa das Tötungsverbot. Andere sind reichlich fragwürdig, etwa, dass man den Namen des HERRN nicht ohne guten Grund im Munde führen soll.

Religiös begründete Werte haben zudem reichlich viele Nachteile. So sind sie schon über die verbreiteten Religionen gesehen nicht besonders konsistent. Die Vielehe wird im Islam nicht nur erlaubt, sondern wirtschaftlich leistungsfähigen Männern zum Zwecke der Versorgung der Witwen sogar nahe gelegt. Im Christentum sieht man das anders. Unangenehm ist mir auch, dass viele religiös inspirierte Wertesysteme kraft des Rückgriffs auf eine höhere Macht, die eben auch die einzige Wahrheit darstellt, damit eine Entscheidung nicht allein über das System, sondern einen ganzen Rattenschwanz an theologischen Fragen nach sich ziehen. Zudem ist es unmöglich, einen Konflikt zwischen den alleinige Geltung beanspruchenden Systemen zu lösen, wenn jedes der Systeme sich letztlich auf den Glauben stützt. Denn den kann man haben oder auch nicht. Die Religion halte ich daher für ab und an ganz nützlich, aber völlig untauglich, die hier aufgeworfenen Fragen zu lösen. Dabei ignoriere ich keineswegs, dass sie das dennoch viele Jahrhunderte praktisch ganz gut gelöst hat.

Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass Werte sich im Grundgesetz finden, dass überhaupt das geltende Recht auch eine Werteordnung darstellt. Das ist aber hochgradig unbefriedigend, denn Gesetze, auch die Verfassung, lassen sich doch relativ leicht ändern, zudem sind auch hier Differenzen oder zumindest unterschiedliche Akztentuierungen zwischen verschiedenen Nationen feststellbar. Zuletzt haben Gesetze die üblichen Legitimationsprobleme: es gibt keine einheitliche und einleuchtende oder auch nur allgemein akzeptierte Antwort auf die Frage, warum etwa das Grundgesetz gerade so und nicht anders aussehen muss. Das positive Recht beantwortet – anders als die Religion – nicht die Frage nach dem „Warum“, selbst das Grundgesetz hält es ja für nötig, sich auf Gott zu berufen. Dass die Antwort der Religionen – weil es eben Gottes Wille sei – letztlich ebenso wenig befriedigend ist, muss dabei natürlich klar sein.

Leider kann ohne eine Antwort auf das „Warum“ ein Großteil der Frage, für deren Beantwortung wir ein Wertesystem bräuchten, nicht gelöst werden. Etwa die Entscheidung, ob die Stammzellenforschung eine gute Idee oder ganz schrecklich ist, findet sich nur mit viel Mühe, und vor allem nicht in bestehenden Gesetzen. Vielmehr versuchen ja Ethikkommissionen gerade Antworten auf die Frage zu geben, wie denn Gesetze aussehen sollten. Die Ethik erscheint damit der gesetzlichen Regelung vorgelagert, ohne, dass die Verfassung eine sinnvolle Richtschnur gäbe.

Die juristisch fundierten Überlegungen haben immerhin den Vorteil, dass man, wenn man etwa den Katalog der Freiheitsrechte des Grundgesetzes durchsieht, feststellt, dass eigentlich alle der dort genannten Rechte letztlich den Werten „Freiheit“ und „Menschwürde“ dienen. Diese scheinen damit Werte auf einer sehr viel profunderen Eben zu sein, aus denen sich Details ableiten lassen. Das ist insoweit praktisch, als diese beiden Grundwerte wahrscheinlich noch von relativ vielen geteilt werden. Allerdings eben nicht von allen, etwa „Freiheit“ des Individuums wird ja oft als nachrangig gegenüber dem Erfolg des Gemeinwesens gesehen. Zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis führt auch das also nicht.

Derzeit denke ich – ganz sicher nicht als erster – darüber nach, ob Werte nicht naturwissenschaftlich, zum Beispiel bei Darwin, verankert werden können. Gut wäre dann, was dem Überleben des Menschen als Spezies nützen würde. Immerhin ist die Evolution, die ständige Weiterentwicklung, das Tasten nach neuen Möglichkeiten, eine Konstante dieser Welt.

Der Gedanke kam mir eine zeitlang brillant vor. Zwar gäbe es immer noch Prognoseprobleme, also ob Stammzellenforschung dem Überleben des Menschen nutzt oder nicht, aber das sind eher technische Aspekte – im Zweifel würde zudem gelten, das Forschung wegen der Erweiterung der Möglichkeiten des Menschen als Spezies immer gut ist.

Viel schwerwiegender finde ich den Einwand, dass hier ein Faktum – die Konstanz der Evolution – zum Wert wird. Woher wissen wir denn, dass das „gut“ ist? Evolution ist ja blind, stellt selbst also keinen Wert dar. Dennoch finde ich derzeit diesen Ansatz befriedigender als die vorgenannten. Aber ich denke mal noch ein wenig drüber nach…

Aha…

Thursday, October 14th, 2004

Herr Struck war es, der diesmal für Verwirrung sorgte, indem er locker einwarf, dass über einen Einsatz deutscher Truppen im Irak wieder nachgedacht werden könne. Typisch für das Kabinett Schröders. Er schickt einen seiner Lakaien vor Themen zu streuen, um Stimmungen auszuloten. Wären die Meinungen auf diesen Vorstoß positiv ausgefallen, so hätte man diesen Wechsel in der Irak-Politik gut und gerne als Gegenleistung für einen ständigen Sitz bei den Vereinten Nationen in die Waagschale werfen können. So übrigens auch heute die FTD in einem Kommentar. Na so ist das eben in der Politik, do ut des, auf die Meinung des Volkes wird dann nur wenig gegeben. Oder wollte Struck damit die Kanditatur Kerrys unterstützen? Immerhin setzt jener auf starke Bündnisse bei der Bewältigung der Nachkriegskatastrophe im Irak. Schön, dass die Geier schon kreisen.

Bush vs. Kerry

Friday, October 1st, 2004

Freitag, ganz früh am Morgen. Wir sehen uns die Debatte zwischen Bush und Kerry an. Interessant ist schon die Vorberichterstattung: Hier kommen Journalisten, Beobachter und jede Menge richtig echte Spin-Doctors zu Wort. Vor allem letzteres ist hochgradig spannend. Die Leute von Bush sind genauso, wie man sie sich vorstellt: hochintelligent, rhetorisch großartig, arrogant, fies. Es ist eine Gabe, die den Demokraten in den USA offenbar nicht immer gegeben ist, Dinge ganz, ganz einfach zu erklären. Nochmal: wichtig ist in der Politik definitiv nicht, ob eine Sache richtig erklärt ist, sondern ob sie einfach und nachvollziehbar erklärt ist.

Super spannend finde ich ja die Antwort, die sich die Demokraten zwischenzeitlich auf die Frage zurecht gelegt haben, warum Senator Kerry für den Irak-Krieg stimmte: Er wollte dem Präsidenten das notwendige Backing verschaffen, damit der terroristischen Staaten mit Krieg drohen und eine internationale Koalition schmieden konnte. Das hat er aber nicht recht getan, und das war falsch. Mit anderen Worten: er wollte dem Präsidenten ein Werkzeug geben, das dieser aber falsch benutzte. Interessanter Punkt. Mir scheint es eher so, als habe man Bush einen Hammer gegeben, und der hat ihn benutzt, um Nägel einzuschlagen. Dafür ist ein Hammer da.

Der Moderator ist ein unglaublich cooler Hund. „Herr Präsident, glauben Sie, dass – wenn Senator Kerry gewählt wird, die Wahrscheinlichkeit eines Anschlages wie 9/11 steigen wird?“ Da kann er nun wirklich schlecht einfach „ja“ sagen, muss de facto die eigene Wahlkampflegende berichtigen.
Und Kerry ist erstaunlich gut vorbereitet, der Präsident dagegen schwimmt gewaltig bei der Frage, warum er sich auf Hussein stürzt, wenn er doch Bin Laden meinen sollte.

Bush hat Drogen genommen oder ist besoffen. Oder beides. Das ist ein Gemetzel, der lässt sich schlachten. Er hat genau zwei Argumente, die er mangels sonstiger immer und immer wieder anbringt: 1) Kerry hat (einmal) eine Position geändert, und das tut man nicht, wenn man Commander in Chief sein will, und, 2) Ich bin der Präsident. Beide werden von ständiger Widerholung nicht besser, nur penetranter.

Kerry dagegen ist – in seinen Grenzen – charmant und präzise. Er spricht gut, bricht relativ wenige Sätze einfach ab und verfolgt oft seine Argumentationsstränge zu ende. Seine Körpersprache ist natürlich nach wie vor schrecklich und dieses Hin-und-Herwackeln beim Reden nervt. Angesichts des Drucks, unter dem der Mann stehen dürfte, war das aber eine reife Leistung.