Archive for the ‘Netz’ Category

Was bloggst Du so?

Friday, April 2nd, 2004

     Das weltberühmte MEX Blog stellt die Frage, warum Blogger eigentlich bloggen. Zwar finde ich die auf der Seite als Beispiel angegeben Gründe allesamt viel zu pathetisch – meine Meinung hierzu ist ja bekannt: man bloggt (blogged?) weil es cool ist, weil man sich selbst gern beweihräuchert und weil man leicht der Illusion unterliegt, man hätte etwas zu sagen – dennoch aber die Umfrage hochinteressant. Und Schachtelsätze schrecklich, das Verb steht übrigens vor dem Einschub.
     Sei’s drum: die Ergebnisse der Umfrage werden im Rahmen eines Vortrages im Rahmen des Content-Bizz in der Münchner IHK dargestellt, wer also der Wissenschaft etwas gutes tun will, der sage seine Meinung.
     Die Bescheidenheit verbietet es mir übrigens, allzu deutlich darauf hinzuweisen, dass auch das Law-Blog ein Intermezzo dort haben wird, ich werde über die Erfahrungen, Hintergründe und das Wie und Warum berichten, vor allem aber sicher eine Menge Spaß haben.

Es ist ein bLAWg!

Tuesday, February 24th, 2004

     Falls ich es nicht bekannt genug gemacht habe: das Law-Blog ist seit Freitag letzter Woche online. Und es wird erstaunlich gut genutzt, bedenkt man seine Jugend. Herausgegeben wird das Law-Blog von Dr. Ostermaier und mir, inhaltlich befeuert aber von einer Reihe von Kollegen, es wird sicher viele spannende Dinge zu lesen geben.
     Thematisch befasst sich die Plattform mit Fragen des IT, IP, Technologierechts und des gewerblichen Rechtsschutzes. Spannend also. Regelmäßig reinschauen lohnt sich!

Maildesaster

Tuesday, February 24th, 2004

     Fasching ist im Grunde nicht schlimm. Außer natürlich, der Mailserver steht in Düsseldorf und stürzt am Rosenmontag ab. Nicht nur, dass das keiner repariert; nein: man kann nicht mal jemandem erreichen, dem man sagen kann, wie blöd das ist, dass es keiner repariert.

Wiki-Experimente

Friday, December 12th, 2003

      Ich bin frustriert! Da habe ich die ganze Woche gearbeitet wie ein Tier, um mir den Tag halbwegs frei zu halten, damit ich das WiKi-Wissensmanagement in der Law Firm Projekt noch mal angehen kann. Natürlich erfolglos. Und zwar scheitere ich schon an der Technik. Das sieht so aus:

  • Voraussetzung: es gibt ungefährt 1.529 freie Wiki Engines
  • Davon laufen aber 2/3 in irgendwelchen obskuren Sprachen, die halt bei uns nicht laufen. Also nicht in PHP oder Perl
  • Von dem verbleibenden Drittel will die Hälfte schlicht nicht, also die Installation schlägt fehl, trotz richtig gesetzter Rechte
  • Bei manchen scheitert es schon vor der Installation, weil die Anleitung etwa in japanischer Sprache geschrieben oder erst gar nicht verfügbar ist
  • Einige Installationen sind mir – zugegebenermaßen – auch schlicht zu komplex
  •       Es bleiben dann noch genau zwei übrig, die sinnvoll installiert, eingerichtet und angepasst werden können. Und die kommen beide nicht mit Umlauten in den internen Links zurecht. Es ist zum Heulen.

    Worteier

    Thursday, December 11th, 2003

         Ja ich weiß, jeder kennt es schon. Ich weiß auch, dass man nicht zugeben darf, schon gar nicht a) öffentlich im Blog, sich als b) Anwalt c) im Büro in stillen Mittagspausen oder d) um sich vor unangenehmen Terminen noch schnell mental zu stärken das da zu spielen. Aber ich kann nicht anders, als es der Welt mitzuteilen. Der Geist ist nun mal williger als das Fleisch schwach oder so. Also Welt: klick mal da drauf.

    Totengräber

    Saturday, December 6th, 2003

         Ich wusste, dass es so etwas geben muss, aber wagte nie zu fragen: Die Online Todesanzeigen nebst Kondolenzlink und Bestattungsinstitut-in-der-Nähe-find-Service. Wahrlich, nichts Menschliches ist mir fremd.

    Weißes Informationsrauschen – der Wahnwitz eines Blogs

    Sunday, November 30th, 2003

    Gelegentlich reflektieren auch Blogger über das, was sie tun. Etwa anlässlich eines Tees (Schottischer Frühstücks Capslock Tee) beim weltberühmten und immer lehrreichen Herrn Müller. Dabei erkennt man sehr schnell das Hauptübel der Blogs und der dazugehörigen Szene: die Anwesenheit vieler Worte bei gleichzeitiger Abwesenheit jeglicher Botschaft.
         Sagen tun wir alle vieles, zu sagen haben wir dagegen wenig. Die meisten Blogs bestehen denn auch aus Wiedergekäuten und Recycelten, wobei dies im Allgemeinen auch noch Inhalte betrifft, die man anderswo a) früher, b) ausführlicher und c) besser lesen kann. Eigentlich besteht nur wenig Bedarf daran, die Dinge, die erst als DPA-Meldung das Licht der Welt erblicken und dann von Spiegel, Focus und Stern ans Webvolk gegeben werden, nochmals auf einer dritten Verwertungsstufe zur Kenntnis zu nehmen.
         Damit ein Blog – oder auch jede andere funktional vergleichbare Seite – sich rechtfertigt, muss also etwa dazugetan werden. Gerade daran fehlt es aber meist. Denn „Dazutun“ meint mehr, als eine pauschale Bewertung nach dem „finde ich toll / finde ich erbrechlich“-Schema. Gefragt ist vielmehr das Anbringen weiterer Fakten und Facetten des tatsächlichen Geschehens – was meist mangels näherer Kenntnis etwa der Vorgänge im Irak nicht möglich sein dürfte – oder eine echte Reflexion. Letztere fällt oft schwer oder gar aus, meist schon mangels Geist auf der „Tun“-Ebene beim Schreiber; oft auch mangels schreiberischen Talents des Verfassers auf der „Verstehen“-Ebene beim Rezipienten. Das vorliegende Blog ist da übrigens keineswegs eine Ausnahme, eher schon ein lehrreiches Beispiel.
         Wohin führt uns das? Letztlich wohl zu den Zuständen, die ja schon Stanislaw Lem ausgesprochen unterhaltsam beschrieb: zu einer wegen Informationsverschmutzung pulsierenden Gesellschaft. Das „Pulsieren“ meinte er dabei wohl im übertragenen Sinne; etwa so, wie man es beobachten kann, wenn die öffentliche Meinung, was immer das genau sein mag, nur deswegen umschwingt, weil Daten und Fakten, die eigentlich immer schon „bekannt“ waren plötzlich auch an die wahrnehmbare „Oberfläche“ der allgemeinen Wahrnehmung gelangen.

    Systemwechsel

    Friday, November 28th, 2003

    Ein Systemwechsel kann ja viele Implikationen haben. Hinterher kann vieles besser laufen (DDR 1989), schlechter (das Währungssystem Argentiniens) oder auch gar nicht mehr (wie etwa bei mir, nachdem ich 1995 vom Falcon 030 auf PC umgestiegen bin). Das Blog jedenfalls läuft nun nicht mehr unter Blogger, sondern – ganz schick – mit Movable Type. Nebenbei ist auch die Domain und der ganze Technikkram umgezogen, weg von Strato, wo die Performance subjektiv zu den Spitzenzeiten doch merklich einbrach, hin zu Neue Medien Münnich, wo hoffentlich alles viel, viel besser läuft.
         Für alle, die sich die Mühe gemacht haben, das Blog zu verlinken, heißt das leider, die Links updaten zu müssen. Der Ordner stimmt nach wie vor, aber sinnigerweise startet das Blog jetzt mit der index.html. Das ist ja nochvollziehbar; der verschwurbelte alte Zustand war schlicht meiner übergroßen Experimentierfreude geschuldet.
         Ansonsten bin ich noch nicht recht fertig mit dem Updaten, Übernehmen, Einrichten und so weiter, das System ist doch recht komplex. Entschuldigung daher für irgendwelche Umständlichkeiten.

    Google Toolbar

    Tuesday, November 25th, 2003

    Also vermutlich kannte ja bisher schon jeder ausser mir die neue Funktion der (im übrigen aus Datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten bedenklichen) Google Toolbar: “Blog this”. Da kann man direkt aus einer Seite einen fertig formatierten Link in Blogger basteln, so per Tastendruck. Und wenn man die Cookies richtig gesetzt hat, dann wird auch direkt in das richtige Blog eingeloggt. Das ist ebenso faszinierend wie bequem, ein klein wenig aber auch bedenklich. Die Verknüpfung meiner Daten und Gewohnheiten erreicht so doch irgendwo eine neue Qualität. Aber ich trinke auch zu viel Kaffee, esse zu viel Schokolade und arbeite zu lang. Eine Gefahrenquelle mehr also. Aber auch ein Spass.

    Dialer und tolle Würste

    Tuesday, October 28th, 2003

    Immer wieder schön ist es doch, wenn man sich mit Anbietern von Internet-Mehrwertdiensten über 0190er-Nummern streitet; die Akten stapeln sich inzwischen. Da kommen dann tolle Briefe (immer von denselben Anbietern übrigens), mit selbstgebastelten Zertifikaten und dem Hinweis, dass man gar nicht wüsste, dass es da schwarze Schafe gäbe. Natürlich wäre alles hochseriös. Da trifft es sich gut, dass die RegTP gerade eben knapp 400.000 Dialer verboten hat. Ob die Betreiber da auch Ihre Standard-Schreiben schicken werden?