Freihandelszone EU-USA?

Das Europaparlament debattiert heute einen Entschließungsantrag zur Gründung einer Freihandelszone zwischen Europa und den USA. Wohlgemerkt: die EU, erst mal einseitig, sie debattiert auch nur.

Die – selbst globalisierte – Attac findet das ganz, ganz böse: “Es ist skandalös, innerhalb weniger Wochen die Weichen für einen euro-amerikanischen Markt stellen zu wollen, dessen Folgen überhaupt nicht abschätzbar sind.”

Naja, ganz grob gesagt dürften die Folgen etwa so aussehen: Mehr Freiheit und Wohlstand für alle. Scheitern wird das Projekt ohnehin nicht an den Verrückten von Attac, sondern an den Verrückten im weißen Haus; es steht wohl nicht ernsthaft zu befürchten, dass man in Washington seine zuletzt arg protektionistische Politik so ohne weiteres aufgibt. Vielleicht ja mit einem neuen Präsidenten.

Richtig mag sein, dass die Idee auch eine Reaktion auf das Scheitern von Cancún ist. Aber wem kann man das eigentlich verdenken? Wenn die „große“ Lösung nicht zustande kommt – nicht zuletzt ja gerade durch Leute wie Attac – warum um alles in der Welt sollten denn EU und USA dann auf eine halbwegs vernünftige „kleine“ Lösung verzichten? Die Logik leuchtet mir nicht ein, aber vermutlich muss sie das auch nicht.

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