Jassin und die Bomber
Es ist interessanterweise der tendenziell linke Spiegel online, der im Zusammenhang mit der (zweifellos falschen und rechtswidrigen) Tötung des Scheichs Ahmed, des spirituellen Führers der Hamas, die weltweite Empörung ein wenig zurechtrückt.
Es ist seltsam – um nicht zu sagen unsäglich – dass eine Art Endzeitstimmung aufkommt, wenn in einem (nochmal: untragbaren) Akt eine genauso untragbare Person getötet wird; es gleichzeitig aber schulterzuckend zur Kenntnis genommen wird, wenn mal wieder ein minderjähriger Bomber ein israelisches Kaffee in die Luft sprengt. Wo bitte bleiben denn da die Wertmaßstäbe? Die Bomber und Terroristen verteidigen keine legitimen Interessen der Palästinenser sondern wollen den kompletten Staat Israel von der Landkarte radieren.
Gut und Böse, schwarz und weiß, diese Kategorien sind in der Welt selten klar verteilt. Und wenn sie irgendwo zu einem einheitlichen grau verschwimmen, dann im Nahostkonflikt.