Schokolade

     Was mir neu war, ich aber heute beim Frühstücksfernsehen erfahren durfte, ist, dass auch für Katholiken während der Fastenzeit Schokolade erlaubt ist. Bemerkenswert ist das ja insofern, als der Katholizismus anderweitig doch recht streng mit jeglicher Form von Sinnesfreuden umgeht. Wie immer hat die Geschichte einen Hintergrund.
     Im 16. Jahrhundert kamen irgendwelche Conquistadores aus Südamerika zu Papst Pius VI. (oder so, es kann auch V oder VIII gewesen sein; XII war m.E. aber deutlich später) und brachten ihm Schokolade dar; damals noch ein Getränk ohne Zucker und ziemlich bitter. Der Papst kostete das Gebräu und fand es so abscheulich, dass er meinte, er könne beim besten Willen keine Sünde darin erkennen, das auch während der Fastenzeit zu sich zu nehmen.
     Interessant ist die Philosophie dahinter: Du darfst, es taugt ja doch nichts.

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