Quo vadis SPD? (II)
Im meinem letzten Beitrag hatte ich gesagt, ich würde weiterbeobachten. Heute ist zu lesen, dass die SPD in der Wählergunst weiter sinkt. Auf knapp 20% soll die Partei jetzt kommen. Jetzt hat sich Peer Steinbrück aus dem Bundesvorstand zurückgezogen. Er war eine der erfrischenden Ausnahmen, von denen ich zuletzt sprach. Experte, rethorisch gewandt und integer. Polemik lag ihm nicht. Eine Ausnahme in der SPD. Der hätte sogar Finanzminister bleiben können, auch wenn ich sonst kein SPD-Freund und -Wähler bin. Die Gesprächsrunden bei Illner oder Maischberger (Will schau ich ja nicht mehr) habe ich immer sehr, sehr genossen. Man hatte das Gefühl, da redet jemand über Themen, von denen er auch etwas versteht. Wie angenehm. Seine Abschiedsrede habe ich mit grosser Aufmerksamkeit gelesen. Und der Mann hat Recht - allerdings nicht nur für die SPD. Die Politiker sollten sich wieder mehr um Inhalte, weniger um Posten und Personen kümmern und ein wenig Loyalität kann auch innerhalb einer Partei nicht schaden.
Peer Steinbrück werde ich auf der politischen Bühne vermissen.
October 19th, 2009 at 3:09 am
Diesem Statement kann ich mich nur zu 1000% anschließen.. Hatte das große Glück Steinbrück im Januar selbst live zu erleben (1 1/2 Stunden Fragerunde mit 20 Abiturienten - für sowas hatte er sogar noch in der Hochzeit der Finanzkrise Zeit!) und war echt einfach nur beeindruckt!
Sachkenntnis, gute Rhetorik und ein Denken über den deutschen oder parteilichen Horizont hinaus, das vereinen leider nicht mehr viele Politiker!
Auch mit ihrer Meinung, dass er Finanzminister hätte bleiben können (vll sogar sollen) sind sie bei mir genau richtig…