Test bestanden?
also irgendwie kam der erste Beitrag tatsächlich im Blog an; aber wer hätte gedacht, dass man dort so viele Formalien zu beachten hat? Wußtet Ihr zum Beispiel, dass das Einrücken am Zeilenanfang voraussetzt, dass man eine völlig verrückte Buchstabenkombination eingibt? Also ich nicht. Da frägt man sich, ob man den Anforderungen überhaupt gewachsen ist. Aber man möchte sich ja schließlich einbringen in die Projekte des Ehegatten. Luise hat übrigens schon geschrieben, dass sie sich freue, dass nun ein zweiter Schreiberling am Werke ist. Apropos Anforderungen. Hat sich einer der Leser schon mal gefragt, ob er sich für die Anforderungen seines Jobs qualifiziert genug fühlt? Wann ist man eigentlich qualifiziert oder überqualifiziert oder das Gegenteil? Nehmen wir einmal das Beispiel Stellenanzeigen: also ich muss inzwischen brechen, wenn ich ab und an die eine oder andere Stellenanzeige lese. Suchen hochqualifizierten Mitarbeiter für unseren Vorstand (Anmerkung der Redaktion: also irgendeinen Assi, der die ersten Monate die Sekretärin mit 1000 Fragen bombadiert zum Standort von Kaffeemaschinen und Fotokopierern, Besprechungsräume und Flüge bucht, sich dabei furchtbar wichtig vorkommt und glaubt, ohne ihn ginge die Firma eh in Insolvenz), zwei Prädikatsexamina, Promotion wünschenswert, zehn Jahre Berufserfahrung, zwischen 20 und 25 Jahre alt, Englisch verhandlungssicher, möglichst eine oder zwei weitere Sprachen, LL.M, MBA oder vergleichbarer ausländischer Abschluss, Auslandserfahrung etc. Glaubt mir, nach dem Studium der fünften ähnlichen Anzeige stellt man sich unweigerlich die Sinnfrage und schwört sich, dass man in seinem nächsten Leben bereits im Vorschulalter seine Karriere bis ins kleinste Detail akribisch planen wird, oder sofort nach der Geburt suizidal (oder suizitär? oder?) tätig wird… Da bis dahin aber noch jede Menge Zeit ist, habe ich mich entschlossen, mich bis dahin mit den wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen: meinem Mann, meiner Familie, ab und an einem guten Buch und einem nicht minder guten Rotwein…
January 12th, 2004 at 9:31 pm
Ich mache mir um meine Qualifikationen keine Gedanken. Den Part überlasse ich meinen Arbeitgebern. Ausserdem finde ich, dass ich alles könnte, wenn man es mir vernünftig erklären würde. *lächel*
Sehr schön, Ihr Schreibstil, Sie machen sich gut hier!!
January 14th, 2004 at 10:01 am
Den ganzen Kram kannste eh vergessen, wenn Du blond und hübsch bist. Dann bekommt frau auf alle Fälle schon mal ein Vorstellungsgespräch, die Personalchefs wollen sich ja auch mal was gönnen. Und wenn Du dann noch klug bist (wovon ich mal ausgehe, denn Herr T. hat Dich schließlich geheiratet - hmm, obwohl.. du hast IHN genommen … Schwamm drüber ;), dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.