Politisch inkorrekte lebensrettende Blondinen

Über eine kleine Meldung bin ich heute im Stern gestolpert:

In der deutsch-niederländischen Grenzregion versucht ein Projekt erfolgreich, Verkehrsunfälle nach durchzechten und durchtanzten Nächten zu verhindern.

Das funktioniert so: Auf Plakaten vor Clubs, Kneipen und Hupsen reden blonde, comicartige Figuren den Autofahrern ins Gewissen „Ras nicht so“, „Damit Du heil nach Hause kommst!“ Das soll vor allem die – meist weiblichen – Beifahrerinnen (Vorsicht, Tautologie!) der – meist männlichen – jungen Fahrer stoppen, die oft – gemeinsam – am Baum enden.

Das Ganze scheint tatsächlich zu klappen, die Zahl der Unfälle sinkt offenbar. Die Aktion ruft natürlich auch Kritik hervor. Cornelia Zieseniß, Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Niedersachsen:

“Junge Frauen werden funktionalisiert“, und: „Frauen sind grundsätzlich nicht dafür da, um auf Männer aufzupassen.“

Woran man sieht: wichtig ist nicht, dass etwas funktionert. Wichtig ist nur, dass es ins Weltbild paßt.

4 Responses to “Politisch inkorrekte lebensrettende Blondinen”

  1. Sören Says:

    >wichtig ist nicht, dass etwas funktionert.
    >Wichtig ist nur, dass es ins Weltbild paßt.

    Ein berühmter Dichter schrub dazu: “…daß nicht sein kann, was nicht sein darf.”

  2. Sonntagslinks No. 3 Says:

    [...] heute mit nicht ganz so vielen Empfelungen, dafür aber recht lange Texte. Passend zu meinem letzten Post “Die Amis spinnen” ein wirklich so unglaublicher Text, dass ich eigentlich nur an eine Zeitungsente glauben kann. Vierjähriger der sexuellen Belästigung beschuldigt ist eine Farce für jeden der Denken kann und eine Erschütterung des Glaubens an das Rechtwesen. EIn wenig erschütternd geht es weiter, obwohl der Artikel eigentlich nur ausspricht, was jeden halb vernünftigen Menschen klar sein sollte. Die Apple-Lüge ist ein Artikel der Süddeutschen und versucht den Hype um das neue iPhone mal ein wenig nüchterner und ohne Rosa-Brille zu sehen. Raphi, den Artikel muss du lesen! Eine wirklich gute Zusammenfassung des ganzen StudiVZ-Gedöns kann man in dem Artikel “Wie sich StudiVZ die Schüler kaufen will” nachlesen, aber der ist wirklich lang aber auch genauso lohnenswert, auch wenn einem das StudiVZ mitlerweile am Hintern vorbeigeht. Dann noch inmal Kopfschütteln über soviel Idealismus: “Politisch inkorrekte lebensrettende Blondinen” [...]

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