Bush und das große Versagen

Diese Tage stellt sich die Frage, wo der Präsident der Vereinigten Staaten war, als der Hurrikan Katrina eine ganze Region versinken ließ. Wo war der Bush, der sich am 11. September so heroisch aufschwang, sein Volk zu verteidigen und mit gestreckter Lanze den Fein ereilte? Unvorbereitet und dilletantisch hat die US-Regierung auf diese menschliche Tragödie reagiert, dabei war die Katastrophe doch einigermaßen vorhersehbar. Warum also war Bush parat, als der Terror des 11. September aus heiterem Himmel über New York hereinbrach. Aus heiterem Himmel? Der feindlose Terror bietet sicherlich keine, nicht einmal schlechte Gründe, einen autonomen Staat anzugreifen.
Aber wenn Bush jetzt richtig doll nachdenkt, sich geistig windet und malträtiert, die Risiken und Chancen kühl abwägt und klug handelt, so ist Katrina eigentlich ein guter Grund, jetzt in den Iran einzumaschieren. Schließlich liegt doch auf der Hand, dass die Iraner mit ihrer Atompolitik die Flut geschickt haben, oder?

One Response to “Bush und das große Versagen”

  1. schwester Says:

    Vielleicht liegt es daran, dass hier über 60% Afroamerikaner lebten und die den Bush eh egal sind. In NYC jedoch zumeist weiße, rechtschaffende Bürger. Zudem kann man für New Orleans schlecht Osamah oder Saddam verantwortlich machen.