Niedergang der Bauindustrie
Aus aktuellem Anlass dachte ich mir, ich sage mal ein paar Dinge zum Niedergang der deutschen Bauindustrie! Billigkonkurrenz, zu hohe Stahlpreise? Nein, der Niedergang ist selbst verschuldet. Unzuverlässigkeit, leere Versprechungen, Pfusch, Verschleierung, ständig verschobene Fristen, unsaubere Arbeit. Der Ausweg? Aus Verzweiflung über das deutsche Handwerkertum (Schreiner ausgenommen, den mag ich) werden wir alle zu Hobbyrenovatoren und bescheren den OBIs, Bauhöfen dieses Landes einen ungeahnten Boom. Der Witz an der Sache ist, dass solch ein Lug und Betrug in anderen Berufen gar nicht möglich wäre, wenn ich eine Frist verpenne, bin ich eben meinen Job los, tant pis, wie der Franzose so schöne sagt.
Dabei wollten wir einfach nur eine Wohnung renovieren - lassen, weil wir als zwei Fulltimearbeiter einfach keine Zeit haben, uns mit diesen Dingen zu beschäftigen. Das hat man nun davon. Ich träume von einem Maurer als Mann, mein Mann von einer Hausfrau, die sich dank mehr Zeit um alles kümmern kann. Nun, ändern können wir an der verpfuschten Wohnung nichts mehr, nur hoffen, dass wir endlich mal reinkommen, weg von einem Leben aus Kisten und Tüten. Dabei sollten wir dankbar sein, dass uns die Brücke erspart blieb.
Fazit: wir lassen wohl so schnell keine Wohnung mehr renovieren, sondern denken statt dessen über ein Engagement bei Hymer nach. Aber wie sagt man so schön - alles wird gut, hoffentlich hat sie recht, die Tante.
August 14th, 2005 at 9:31 am
Es wird tatsaechlich hoechste Zeit, dass man sich seine Handwerker aussuchen darf.
Zum Beispiel portugiesische Handwerker guenstig dank portugiesischer Loehne, und welch eine Freude, auch den portugiesischen Standard bei sich zuhause zu geniessen…. Flair und Ambiente der geliebten Urlaubszeit aus Portugal dem Paradies ….
Ausdehnungskoeffizient, Taupunktverschiebung, etc sind die verhassten Woerter, die keiner mehr kennt.
Wuensch Euch trotzdem viel Freude am und im neuen Heim!
Konrad
August 17th, 2005 at 8:41 am
Lieber Konrad,
was für den Süden gelten mag, bekannt ist, akzeptiert und kalkuliert ist, kann man sich für dieses Land nicht vorstellen. Dafür zahlt man auch enorme Löhne, um die heimischen Handwerker zu unterstützen. Künftig lasse ich mir einen Mitbürger aus den Ostländern einfliegen und habe dann wenigstens ordentliche Arbeit. Vorher muss ich nur noch eine paar Brocken Rumänisch lernen, um erklären zu können, was man will. Alles besser als deutsche, ich korrigiere, Münchener Handwerker aus der Biedersteiner Straße.