Tod in Landau

Vergangen Nacht ist eine junge Frau aus Landau während der Geburt gestorben, weil den Ärzten verboten war, lebensrettende Maßnahmen - hier ein Bluttransfusion - vorzunehmen. Die junge Frau war Zeugin Jehovas, eine Glaubensgemeinschaft, die Bluttransfusion strikt ablehnt. Die Frau hinterlässt neben dem Neugeborenen ein weiteres Kind.

Jetzt kann man sich Fragen, warum die Ärzte nicht dennoch eingegriffen haben, als die Frau drohte, auf dem OP-Tisch zu verbluten. Antwort: sie durften nicht eingreifen, da die Frau ihren Willen selbst äußern konnte. Die Oberstaatsanwaltschaft hat ein Verschulden der Ärzte bzw. ein straftatbestandliches Verhalten bereits verneint. Fazit: Bitter, bitter, bitter. Nicht wegen der Frau, jeder ist ja seines eigenen Glückes Schmied; aber die Kinder tun mir wirklich leid, die nun wegen einer verbreiteten Idiotie ohne leibliche Mutter aufwachsen müssen. Ebenso tun mir die Ärzte leid, da sie gegen den eigenen Eid diesem sinnlosen Tod einfach zusehen mußten.

5 Responses to “Tod in Landau”

  1. Ruben Says:

    Vor ungefaehr 60 Jahren, waehrend des Zweiten Weltkriegs, starben Millionen Ehemaenner und Vaeter. Auch Sie hinterliesen Ehepartner und Kinder, wie die Mutter aus Landau. Warum? Weil diese Maenner bereit waren fuer eine Ueberzeugung, die Verteidigung des VAterlandes zu sterben.

    Wie haben damals die Menschen (und wie haeeten wahrscheinlich die meisten von uns) ueber diese Vaeter und Ehemaenner gedacht, die bereit waren, Ehefrau und Kinder hinter sich zu lassen, um fuer Ihr Vaterland, zu sterben? Die meisten sagten: Helden!

    Warum faellt es uns in dem Fall der Mutter aus Landau soviel schwerer, Verstaendniss aufzubringen fuer eine Frau, die fuer ihre religioese Ueberzeugung (die man nicht teilen muss, aber tolerieren sollte) bereit war zu sterben?

  2. s/w Says:

    ich erinnere an die Damen aus Tetschenien… wobei es nicht wirklich vergleichbar ist. Fakt ist, da hat jemand nicht mitgedacht.

  3. s/w Says:

    Tscheschenien… huch…

  4. LordKhan Says:

    Sorry, aber den Tod im Krieg mit dem Tod einer Mutter bei der Geburt zu vergleichen, ist unpassend. Aber zum Thema “Überzeugung”: Das Argument mit den Toten im Krieg ist ein Bummerang, denn schließlich stellte sich bei diesem Krieg auch raus, daß eine falsche Überzeugung schuld an allem war.

  5. pread Says:

    Vielleicht müssen einem die Kinder gar nicht so leid tun! Denn ich kenne einige ‘arme Schweine’, die bei solch hirnverbrannten Eltern aufwachsen mussten. Das bedeutet nicht nur 18 Jahre Leiden, sondern gezeichnet sein fürs Leben. Vielleicht haben die Kinder nun sogar eine bessere Chance auf ein normales Weltbild ?