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	<title>Comments on: Hermann Hesse / Damian</title>
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	<description>Leben, Universum, Rest</description>
	<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 16:42:34 +0000</pubDate>
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		<title>By: Wolfgang</title>
		<link>http://www.arnetrautmann.de/blog/283/hermann-hesse-damian#comment-311</link>
		<dc:creator>Wolfgang</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kenne das Buch nicht, werde es nach deinem Bericht aber vielleicht lesen. Deine Kritik finde ich aber stellenweise nicht nachvollziehbar. 

Erstens empfinde ich es noch nicht als per se schlecht, wenn ein Buch mit Gedanken Nietzsches verwandt ist (den ich persönlich für in der öffentlichen Meinung völlig missverstanden halte - aber vielleicht ist das auch nur meine subjektive Interpretation). Das allein kann das Buch noch nicht abqualifizieren, geschweige denn "gefährlich sein", wie du schreibst. 

Zweitens ist für mich gerade diese Sichtweise, dass Bücher, in denen der Held bestimmte Ansichten vertritt, und die auch noch "leider" gut geschrieben seien, "gefährlich seien", befremdlich. Kann man einem Autor nicht das Recht zugestehen, auch einmal mit "bösen" Ideen zu kokettieren? Sind dann alle Bücher, die Verbrechen aus der Sicht des Täters schildern, verwerflich, und nur Polizeiromane gute Bücher? Mir war zB das moralische Entsetzen um Houlebeques' "Elementarteilchen" (das ich persönlich eher langweilig und schlecht geklaut fand - Stichwort Schöne neue Welt ) unbegreiflich. Die Distanz zur "bösen" Hauptfigur ist in diesem Buch ohnehin äußerst greifbar - aber selbst wenn nicht? 

Gerade am Hineinversetzen in fremdartige Gedankenwelten lässt sich meiner Meinung nach das eigene Weltbild testen, hinterfragen und ausbauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne das Buch nicht, werde es nach deinem Bericht aber vielleicht lesen. Deine Kritik finde ich aber stellenweise nicht nachvollziehbar. </p>
<p>Erstens empfinde ich es noch nicht als per se schlecht, wenn ein Buch mit Gedanken Nietzsches verwandt ist (den ich persönlich für in der öffentlichen Meinung völlig missverstanden halte - aber vielleicht ist das auch nur meine subjektive Interpretation). Das allein kann das Buch noch nicht abqualifizieren, geschweige denn &#8220;gefährlich sein&#8221;, wie du schreibst. </p>
<p>Zweitens ist für mich gerade diese Sichtweise, dass Bücher, in denen der Held bestimmte Ansichten vertritt, und die auch noch &#8220;leider&#8221; gut geschrieben seien, &#8220;gefährlich seien&#8221;, befremdlich. Kann man einem Autor nicht das Recht zugestehen, auch einmal mit &#8220;bösen&#8221; Ideen zu kokettieren? Sind dann alle Bücher, die Verbrechen aus der Sicht des Täters schildern, verwerflich, und nur Polizeiromane gute Bücher? Mir war zB das moralische Entsetzen um Houlebeques&#8217; &#8220;Elementarteilchen&#8221; (das ich persönlich eher langweilig und schlecht geklaut fand - Stichwort Schöne neue Welt ) unbegreiflich. Die Distanz zur &#8220;bösen&#8221; Hauptfigur ist in diesem Buch ohnehin äußerst greifbar - aber selbst wenn nicht? </p>
<p>Gerade am Hineinversetzen in fremdartige Gedankenwelten lässt sich meiner Meinung nach das eigene Weltbild testen, hinterfragen und ausbauen.</p>
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		<title>By: Arne Trautmann</title>
		<link>http://www.arnetrautmann.de/blog/283/hermann-hesse-damian#comment-312</link>
		<dc:creator>Arne Trautmann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für den Kommentar! Natürlich hast Du Recht damit, dass Nietzsche nicht per se mit "böse" gleichzusetzen ist. So war das auch nicht gemeint, und wenn es doch so klingt, dann entschuldige ich mich bei den Nietzschianern. 

Aber Hesse - und das ist keine Vermutung, sondern ergibt sich ohne Zweifel aus der Lektüre - nimmt Nietzsches Gedanken des Übermenschen und macht etwas m.E. klar abzulehnendes darauf: Er folgert, dass all jene, die nicht diesen Übermenschen-Status erreicht haben KEINE Menschen sind. Er vergleicht sie mit Fischen und anderem Getier (wörtlich!). Und - auch das ergibt ohne Zweifel der Kontext: das ist nicht eine zweifelhafte Äußerung einer Figur des Werks, sondern die richtige Ansicht der Identifikationsfiguren des Buches. Da spricht Hesse selbst. Und DAS finde ich erschreckend, ganz abgesehen von dem ziemlich abgefahrenen Mystizismus, der das ganze Buch wie klebrige Soße durchdringt.

Anders und auf Deine Kritik bezogen: Hesse kokettiert nicht mit m.E. abzulehnenden Ansichten, er vertritt sie. Und deshalb ist das Buch "leider" gut geschrieben: weil man es ob man will oder nicht zu ende lesen muss und dann mit Bedauern feststellt, WAS man da gerade gelesen hat...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Kommentar! Natürlich hast Du Recht damit, dass Nietzsche nicht per se mit &#8220;böse&#8221; gleichzusetzen ist. So war das auch nicht gemeint, und wenn es doch so klingt, dann entschuldige ich mich bei den Nietzschianern. </p>
<p>Aber Hesse - und das ist keine Vermutung, sondern ergibt sich ohne Zweifel aus der Lektüre - nimmt Nietzsches Gedanken des Übermenschen und macht etwas m.E. klar abzulehnendes darauf: Er folgert, dass all jene, die nicht diesen Übermenschen-Status erreicht haben KEINE Menschen sind. Er vergleicht sie mit Fischen und anderem Getier (wörtlich!). Und - auch das ergibt ohne Zweifel der Kontext: das ist nicht eine zweifelhafte Äußerung einer Figur des Werks, sondern die richtige Ansicht der Identifikationsfiguren des Buches. Da spricht Hesse selbst. Und DAS finde ich erschreckend, ganz abgesehen von dem ziemlich abgefahrenen Mystizismus, der das ganze Buch wie klebrige Soße durchdringt.</p>
<p>Anders und auf Deine Kritik bezogen: Hesse kokettiert nicht mit m.E. abzulehnenden Ansichten, er vertritt sie. Und deshalb ist das Buch &#8220;leider&#8221; gut geschrieben: weil man es ob man will oder nicht zu ende lesen muss und dann mit Bedauern feststellt, WAS man da gerade gelesen hat&#8230;</p>
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		<title>By: nelly_pappkarton</title>
		<link>http://www.arnetrautmann.de/blog/283/hermann-hesse-damian#comment-313</link>
		<dc:creator>nelly_pappkarton</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>oh gott, das mußten wir in der Schule lesen!
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		<content:encoded><![CDATA[<p>oh gott, das mußten wir in der Schule lesen!</p>
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