Die USA, Syrien, der Krieg
Es brennt offensichtlich überall. Nun schließen die USA einen Angriff auf Syrien nicht mehr aus. Erinnern wir uns: auch ein Angriff auf den Iran ist nie als Option dementiert worden. Einfach wäre es ja: in unmittelbarer Nähe der beiden betroffenen Länder befinden sich praktischerweise schon jede menge Soldaten und richtig viel neues und nur wenig benutztes Kriegsgerät. Die Logistik wäre also ohne viel Vorlauf hinzubekommen.

Die Frage ist eher: wo soll das enden? Will man wirklich mittelfristig mehr oder weniger den kompletten nahen Osten besetzen? Soweit ich weiß sind selbst die Vorräte der USA an Menschen und Material endlich.
Immerhin wäre der Schritt logisch: nachdem man mit Afghanistan und dem Irak zwei Länder kassiert hat, die keine Atomwaffen besitzen und auch sonst nur am Rande eine Gefahr für ihre Nachbarn darstellten, wären mit Syrien und dem Iran zumindest zwei heiße Kandidaten auf Massenvernichtungswaffen betroffen. Der Verrückte in Korea ist vermutlich zu weit weg und zu umzingelt von, nunja, ehemaligen Freunden, als dass er sinnvoll militärisch greifbar wäre – außerdem weckt die Region wohl keine wirklich guten Erinnerungen in den USA.
February 21st, 2005 at 10:43 am
Holla, lese ich da ein klein wenig Kritik zwischen den Zeilen heraus? Schreit es doch laut hinaus, dass die USA-Politik im Nahen Osten völkerrechtlich untragbar ist. Da nutzt Herrn Bush und seinen Vorboten auch die neuerlich an den Tag gelegte Kreidepolitik nichts. Der Einmarsch und die Besetzung, die Bombardierung und die Zerstörung autonomer Länder bedarf etwas mehr, als getürktes Beweismaterial und persönliche Visionen. Wer weiß, vielleicht vermutet Herr Bush z.B. Bin Laden irgendwann in Berlin (Beweise lassen sich sicher finden) und marschiert dann in Deutschland ein? Sicher war die Beseitigung des Taliban-Regimes in Afghanistan ein Segen für das Land, insbesondere die Frauen. Nur der Zweck (der war es nicht einmal) heiligt eben nicht immer die Mittel.