private Raumflüge, Magnetschwebebahnen und Hüftgelenksoperationen
Scaled Composites, eine private Unternehmung, hat heute – so mir nichts, dir nichts – einen privaten Weltraumflug unternommen. Als Deutscher fragt man sich da zuerst mal: dürfen die das denn?
Irgendwie ist das schon eine Sauerei: da bauen wir Europäer mit Millionen von Fördegeldern in einem de facto Staatskonzern seit Jahrzehnten mit, nunja, wechselndem Erfolg an unserem Phönix, und da kommen irgend so ein paar freche (private!) Amerikaner – eine Handvoll davon – und machen das Ding einfach selbst. Ein Startplatz in der Wüste, ein paar dezente Millionen, etwa Pioniergeist und: peng. Hierzulande hätte das Planfeststellungsverfahren für den Startplatz wahrscheinlich 25 Jahre gedauert – eine Zeiteinheit, die in berufenden Kreisen ja auch „ein Transrapid“ genannt wird.
Tröstlich, dass die (staatlichen) Amerikaner mit Ihren Space Shuttles (die Flugeigenschaften haben wie Kühlschränke und daher auch ab und an abstürzen) und die Russen mit Ihrem Buran (der einfach zu teuer ist) auch am Boden bleiben. Aber es wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie ineffizient staatliche Organisationen sind und wie schlank man Projekte mit ein wenig gutem Willen privat durchziehen kann. Was mich wieder zum Thema bringt: warum eigentlich gibt es in diesem Land immer noch öffentlich-rechtliche Krankenversicherungen?
June 22nd, 2004 at 4:19 pm
… ein Transrapid braucht man auch um eine DHH abzuzahlen
und zwei Transrapid arbeitet man auch, und die Mütter sind schon zwei Transrapid alt, Mozart hat nicht mal eineinhalb geschafft. In einem Transrapid bin ich schon ziemlich alt und das Projekt selbst werde ich wohl nicht mehr erleben, rapid her Trans hin…
June 23rd, 2004 at 10:43 am
Rapid transit gloria mundi
Maut eternam futurum est. Naja, den gelernten Lateiner mag es jetzt die Schuhe ausziehen und das ist auch der Zweck des ganzen.