Fuck the Kreditinstitut (Schande, Schande)
Bereits an dieser Stelle hat mein geliebtes Eheweib ja dargelegt, warum eine Geschäftsverbindung mit der Stadtsparkasse München (SSKM) eine, nunja, verdrießliche Angelegenheit ist. Dem kann ich nun durchaus noch mehr hinzufügen.
Ich bin NICHT mehr Kunde bei der SSKM, aus den geschilderten Gründen; sehr wohl aber Kunde bei zwei anderen Sparkassen. Die Institute sind über ein gemeinsames Rechenzentrum verbunden, so dass ich mir überall in Deutschland etwa Kontoauszüge holen oder Überweisungen beauftragen kann. Außer in München.
Letztgenannter Umstand war mir noch heute Mittag durchaus unbekannt und begab mich daher zusammen mit einem Kollegen voll blinden Vertrauen in die technischen und organisatorischen Fähigkeiten der SSKM im Allgemeinen und der Vernetztheit der modernen Technik im Besonderen in die Filiale am Marienplatz. Nachdem meine Karte im SB-Terminal nicht so recht wollte, suchte ich die Hilfe einer fachkundigen Dame am Schalter:
Ich: „Ich hätte gern Kontoauszüge und eine Überweisung beauftragt.“
Sie: „Da nutzen Sie bitte einfach das Terminal.“
Ich: „Das will aber meine Karte nicht, deswegen komme ich ja an den Schalter:“
Sie: „Sind Sie denn Kunde bei uns?“
Ich: „Nö.“
Sie: „Zeigen Sie mir mal Ihre Karte.“
Ich: „Die brauche ich Ihnen kaum zeigen, das ist eine der SPK A und eine der SPK B.“
Sie: „Zeigen Sie ruhig mal her!“ Wider besseren Wissens habe ich die Karten beide hin.
Sie, triumphierend: „Sie haben ja kein Konto bei uns, da kann das nicht gehen.“
Ich: „Ich sagte doch schon, dass ich kein Kunde bin. Aber auch mit meiner Karte der SPK B etwa kann ich auch in D, E und F Auszüge holen und Überweisungen über die dortigen Terminals anweisen.“
Sie: „Das stimmt nicht.“
Ich, verdutzt: „Hä?“
Sie: „Geht nicht.“
Ich: „Wohl!“
Sie: „Junger Mann (! Ich bin 30, sie geschätzte 35), wenn Sie kein Konto haben, können Sie auch nichts anweisen.“
Das ging ein wenig hin und her, bis eine Kollegin kam und der Sparkassen-Dame erläuterte, dass es überall sonst geht *außer* in München, denn die hätten ein eigenes Rechenzentrum.
Es hätte also einfach gereicht zu sagen: „Tut mir leid, gerade bei uns geht das nicht“ oder so. Man kann stattdessen auch seine Kunden für dumm verkaufen. Aber hey, das macht echt schlechte Presse!
Ich bekenne daher an dieser Stelle freimütig: Nicht nur bin ich nicht mehr Kunde der SSKM, ich werde es auch garantiert nie wieder. Und Verwandte, Bekannte und Freunde auch nicht. Bis ins siebte Glied. Schwör.
Disclaimer: Das ist kein richtig offizieller Boykottaufruf und außerdem berufe ich mich auf das Grundrecht auf eigene Meinung, Satire und Kaviar zum Frühstück nebst der Bibel, wo im AT (!) Flüche bis ins siebte Glied an der Tagesordnung sind.